Die Zeit der Corona-Krise ist ein Angebot zum Rückzug – aus einem bisher geführten Leben. Es ist ein Angebot für jeden von uns, sich selbst zu erkennen, sich selbst zu finden und sich zu verändern.

Es gibt dabei die Menschen, für die der Rückzug kein Problem darstellt, das kann verschiedene Gründe haben.

Es könnte zum Einen sein, sich vor dem Leben drücken zu wollen und jeder Konfrontation so aus dem Weg zu gehen oder zum Anderen, auch wirkliche Bereitschaft, mit sich selbst Eins werden zu wollen oder es bereits sind.

Von den „echten Einsiedlern“ gibt es in unseren Breitengraden nicht mehr so viele, aber es gibt z.B. noch die Schwestern und Brüder in den Klöstern, die für sich auch abgeschieden leben, fernab der äußerlichen Zerstreuungen. Natürlich sind es auch weitere Menschen, die uns womöglich (im Normalfall) nicht begegnen, welche sich zurückgezogen haben, da sie nicht mehr primär für einzelne Menschen da sind – und schon gar nicht für das rein persönliche Vergnügen – sondern für die gesamte Menschheit (im Geiste oder auch durch Taten, im Verborgenen) und welche somit keine persönlichen Bezüge mehr haben. Vergleichbar ist dies mit den „Gurus“ z.B. in Indien, welche sich in die Berge in die Meditation zurückgezogen haben, um dabei morphogenetische Felder zu erzeugen, welche geistigen Samen in die Menschheit „pflanzen“: es sind die vielen Anstöße für die zukünftigen Bewusstseinsveränderungen.

Es gibt aber auch Menschen, für die ist diese Zeit eine riesige Herausforderung, nicht nur finanziell/existenziell, sondern besonders wegen der „Isolation“ bzw. des „Social distancing.“ Es fehlt dabei eine Kontaktperson, da wir uns selber nicht genügen, es fehlt etwas (oder jemand), um ganz zu sein, um sich zu erfahren.

Die Gründe hierfür kann jeder nur in sich selbst finden. Es kann häufig die Angst sein, in der Stille, in sich, etwas (oder vielmehr nichts) zu hören, oder wahrzunehmen. Diese innere, zuerst sehr leise Stimme, wenn wir sie denn wahrnehmen, kann unser Leben auf den Kopf stellen, denn wir könnten hierüber etwas über unsere Identifikationsmuster erfahren, über unsere Abhängigkeiten, über Dinge, die wir noch nicht verarbeitet haben und denen wir uns nicht zu stellen trauen. Wir müssen aber erst in die äußere Stille kommen – der eine innere folgt – bevor wir unsere „innere Stimme“ wahrnehmen können. Ein Hinterfragen des eigenen Lebens und die Sinnfrage des Lebens könnte der erste Schritt in diese Richtung sein. Gehen wir es an!

Warum stellen wir Radio oder Fernseher an, sobald wir nach Hause kommen?

Warum trinken wir erst einmal eine Flasche Bier oder ein Glas Wein nach der Arbeit? Ist es nicht eventuell eine Flucht? Eine Flucht vor uns selbst?

Lasst uns den Mut haben, uns jeden Tag mal 20-30 Minuten uns selbst zuzuhören – einfach nur dem Atem folgen, ohne etwas zu wollen. Einfach nur da sein und die Themen zulassen, die aufkommen.

Sich dem, was hochkommt, mutig stellen, es wertfrei anschauen, ohne dass direkt Gefühle das Empfangene einfärben.

Gerne könnt ihr hier oder per PN die Erfahrung teilen…..

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