Das „erwachende Bewusstsein“ hat zur Folge, dass es sich der „holographischen Realität“ bewusst wird, also über die Grenzen der individuellen und somit beschränkten Realität hinaus.

Wenn wir die ersten Einblicke in die „holographische Realität“ erhalten haben, stellen wir plötzlich fest, dass nicht primär die Bewusstwerdung das Ziel ist, sonder letztendlich das Sich-Einbringen, die Hingabe und die Liebe. Wobei es sich auch hier wieder um eine „holographische Liebe“ (allumfassende Liebe) handelt. So könnte man die Liebe in der Partnerschaft als einen Teilaspekt dieser allumfassenden Liebe sehen, bzw. besser gesagt, als eine Form der Wirkung. (Schaut bitte auch die Serie zur Liebe, welche ich vor ein paar Woche gepostet habe)

Nun aber zu den hermetischen Prinzipien bzw. auch „das Universelle Gesetzt“ genannt.

1. Das Prinzip des Geistes:

Es ist das Hauptprinzip, auf dem alle anderen Prinzipien aufbauen. Es besagt, dass alles aus dem Geistigen entspringt, also einen energetischen Ursprung hat. Somit können wir in einfachen Worten von Ursache und Wirkung sprechen. Die Ursache ist dabei der energetische Aspekt und die Wirkungen manifestieren sich im weltlichen Leben – in der Materie. Jeder Gedanke, den wir auffangend, ist der Beginn eines Schöpfungsprozesses. Denn jeder Gedanke manifestiert sich irgendwann und irgendwo – daher wurde im Talmud schon gewarnt: „achte auf deine Gedanken…“, denn diese schaffen tatsächlich Realitäten. Wenn wir unser Leben verändern möchten, so müssen auch wir im Geistigen mit der Veränderung beginnen und diese zieht dann die Veränderung im weltlichen, materiellen Leben nach. Das bedeutet, dass unser äußeres Leben ein Spiegel unserer Geistigkeit ist.

2. Das Prinzip von Ursache und Wirkung:

Wie im 1. Prinzip beschrieben hat alles seine Ursache, hier müssen wir noch den Aspekt hinzufügen, dass nichts zufällig passiert. Auch wenn uns die Ursachen nicht immer bewusst sind oder wir die Zusammenhänge nicht verstehen, so fällt es uns zu (Zu-Fall) also ist für uns bestimmt. Nichts widerfährt uns einfach so. Es wird in diesem Zusammenhang viel das Wort „Karma“ benutzt, was dann so viel bedeutet wie, dass wir alles zurückbekommen, was wir ausgesendet haben. Das, was wir aussenden, wie wir andere oder anderes behandeln, fällt auf uns zurück. Wir bekommen es natürlich nicht 1:1 zurück, aber wir kommen in Situationen hinein, in denen wir in Resonanz gehen mit dem Gegenpol von dem, was wir mal ausgesendet haben. Wenn wir es dann zurückbekommen, ist dies nie gegen uns, sondern bezeichnet ein Ergebnis und ist damit ein Angebot zur Reflexion. Das Leben ist NIE gegen uns! Wir verstehen den Sinn erst später im Rückblick.

Es gibt hier auch ein paar Redewendungen dazu:

„Wie man in den Wald schreit, so hallt es auch zurück“

„Jeder bekommt das, was er verdient“

Es gibt auch die besonders „karmaschlauen“ Gutmenschen, die als Motivation für ihr Handel das Ziel verfolgen, dass sie die Hilfe oder sonstiges Gute, was sie anderen tun, ALLES 1:1 wiederbekommen. Das funktioniert nicht! Denn das Motiv ist kein gutes, da sie nur ihr eigenes Wohl im Sinn haben!

Aus diesem Prinzip kann für uns mehr Achtsamkeit dafür erfolgen, was wir aussenden. Wie im Talmud geschrieben, achte auf deine Worte! Dies gilt auch für Gefühle, Taten und Gedanken.

Weiterhin können wir eine Dankbarkeit entwickeln für Dinge/Situationen, welche wir eher negativ bewerten würden. Denn genau diese Erfahrungen bringen uns weiter, aus diesen lernen wir dazu.

3. Das Prinzip der Entsprechung:

Wie oben, so unten; wie innen, so außen; wie der Geist, so der Körper.

Es zeigt auf, dass alles Vorhandene in Analogie zu etwas anderem steht.

Die Veränderung, welche wir im kleinen machen – also vorleben – können sich im großen widerspiegeln, denn nur so können wir die Außenwelt verändern.

Wir ziehen Menschen, Dinge und Situationen an, welche auf der gleichen Schwingungsfrequenz liegen wie unsere eigene.

Sind wir in Harmonie mit uns, so sind wir auch in Harmonie mit unserer Umwelt. Sollten wir mal nicht in Harmonie mit der Umwelt sein, so ist es ratsam, bei uns selbst zu suchen und nicht die Schuld hierfür auf die Umwelt zu projizieren.

4. Das Prinzip der Resonanz oder Anziehung:

Wir hatten schon am Anfang festgestellt, dass alles auf einer bestimmten Frequenz schwingt und alles in Bewegung ist. All das, was auf der gleichen Frequenz schwingt, zieht sich gegenseitig an („gleich und gleich gesellt sich gern“).

Je nachdem wie es uns geht, was wir denken oder fühlen, schwingen wir mit unterschiedlichen Menschen auf einer Schwingungsfrequenz.

Die Schwingung ist hierbei der Träger, der die jeweilige Situation anzieht. Fangen wir an, positiv zu denken und uns in eine „gute Stimmung“ zu bringen, ziehen wir mehr Positives an.

5. Das Prinzip der Harmonie oder des Ausgleichs:

Implizit ist in Allem-Was-Ist das Streben nach Harmonie und Ausgleich angelegt. Somit ist das Streben danach ein „Gottgegebenes“ – ein Schöpfungsgesetz sozusagen. Auf Erden können wir es in täglichen Dingen feststellen, so im Geben und Nehmen. Bei Menschen zum Beispiel, die festhalten und nicht geben, führt die Missachtung dieses stillen Gesetzes zu einer Blockade des Energieflusses, der sich bis in den Körper im Schmerz oder Krankheit manifestieren kann.

Der Ursprung des Festhaltens liegt meist in der Vorstellung, dass wir einen Mangel haben – was aber fast nie der Fall ist. Somit ist es unsere Aufgabe, Vorstellungen und Gedanken an einen Mangel zu überwinden. Die Fülle im Jetzt wird es uns offenbaren!

Innerhalb unserer eigenen Entwicklung ist es jedoch wichtig, uns nicht in dieser Harmonie bloß eine Komfortzone aufzubauen, sondern weiter zu streben. Wir kommen in neue Bereiche mit neuen Parametern und Werten, in die wir uns und unser Bewusstsein neu einjustieren müssen, bis wir in diesem Bereich wieder im Einklang und Harmonie schwingen – wo dann die nächste Herausforderung auf uns wartet.

6. Das Prinzip von Rhythmus und Schwingung:

Dieses Prinzip weist auf die Bewegung in Zyklen hin, denen wir hier auf Erden unterliegen, so wie Tag und Nacht, Ein- und Ausatmen, die 7 Tage Woche, der Mondzyklus, die vier Jahreszeiten, um nur ein paar wichtige zu nennen.

Unser eigener Lebens-Zyklus von Geburt an, über eine reifende Bewusstwerdung bis zum irdischen Ableben.

Die Zyklen erlegen uns immer etwas auf, oder bieten uns etwas an. Nachts sollten wir schlafen, um Lebensenergie zu tanken – wir sollten auch bewusst mit den 4 Jahreszeiten leben und den Winter z.B. zur inneren Einkehr und Sammlung der Kraft nutzen und „Am 7. Tage sollst Du ruhen“. Es geht viel um An- und Entspannung – halten wir uns nicht an die Rhythmen, kann unsere Energie stagnieren, verpuffen oder auch ganz blockiert werden.

Achten wir also mehr auch auf Entspannung und Erholungspausen, lauschen wir auf unseren Geist und hören wir auf unseren Körper, so dass Dinge natürlich fließen können. Besonders aufzuzeigen sei hier das natürliche Fließen des Atemrhythmus’, was ein großer Teil von uns Menschen verlernt hat, was wir aber auch wiederentdecken können.

7. Das Prinzip der Polarität“

Das Prinzip der Polarität verdeutlicht die Dualität aller Dinge, denn alles hat seinen Gegenpol. Am bekanntesten sicherlich das Yin und Yang-Symbol – welches das Zusammenspiel von weiblicher und männlicher Energie verkörpert. In dem Symbol von Yin und Yang wird deutlich, dass die scheinbare Gegensätzlichkeit keine echte ist, da jedes Prinzip auch das andere beinhaltet, sie fließen sogar ineinander über. So ist es auch mit heißem und kalten Wasser, es sind lediglich individuell subjektive Empfindungen. „Gut und Böse“ wandeln auf einem Grat, auf dem man schnell mal auf die eine oder andere Seite kippen kann. Auch unsere Erfahrungen und sich ändernde Sichtweisen in unserem Leben können eine Poländerung einer Sache bewirken.

Alles ist miteinander verbunden, und ohne den einen Pol kann der andere Pol nicht existieren. Wir sollten daher versuchen, nicht vorschnell zu werten und noch wichtiger, als Ergebnis, nicht zu (ver)urteilen.

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